Am 12. und 13. Mai 2015 fand nun zum 37. Mal der Bundesparteitag der ÖVP in der Wiener Hofburg statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung, zu dem rund 800 Delegierte und Gäste gekommen sind, von ÖVP-Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner.

Mit dabei war außerdem das ÖVP-Regierungsteam, Vertreter aus Bünden und Ländern, EU-Politiker, Vertreter von internationalen Schwesterparteien und des diplomatischen Corps. Aber auch die junge Generation war mit dem Besuch einer Schulklasse beim größten Parteitag aller Zeiten gut vertreten.

An den beiden Reformparteitagen spannte sich für die ÖVP ein Bogen von der 70-jährigen Parteigeschichte bis zu den aktuellen Weichenstellungen, welche die Volkspartei mit zeitgemäßem Programm und moderner Struktur in die Zukunft führen wird. Vor wenigen Tagen hat die ÖVP im Schottenstift ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert. "Diese Aufbruchsstimmung, die von Mut und Gemeinsamkeit getragen war, soll auch Vorbild für den aktuellen reformparteitag sein", betont Reinhold Mitterlehner vor versammelter Menge.

 

Neues Parteiprogramm vorgestellt!

Im Zuge des Parteitages wurde auch das neue Parteiprogramm vorgestellt, denn neue Themen brauchen neue Lösungsansätze. Einige der Themen, die heute alle beschäftigen, waren vor zwei Jahrzehnten, als das letzte Parteiprogramm erstellt wurde, noch nicht greifbar oder in ihren Auswirkungen absehbar. Das betrifft etwa die Bereiche Digitalisierung, Migration, Integration und weitere Zukunftsfragen. Auch im Bereich Mitbestimmung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vieles getan. Das neue Grundsatzprogramm hebt die Bedeutung des unternehmerischen Handelns und des Leistungsgedankens hervor. Die ÖVP will in Zukunft ein "freies Unternehmertum" als einen ihrer Kernwerte stärker betonen.

Gutes beibehalten, Notwendiges weiterentwickeln

Dabei hat die ÖVP mitnichten den Anspruch, alles „Alte“ über Bord zu werfen, stellte Mitterlehner klar. Denn das „Alte“ hat die Partei schließlich zum Erfolg geführt. Stattdessen orientiert sich die ÖVP an dem, was nötig, vernünftig und auch möglich ist. Die Volkspartei wird auch künftig auf ihrem festen Wertefundament aufbauen. Die ÖVP steht und arbeitet für unternehmerisches Denken und Leistungsorientierung, sowie für einen starken, selbstbewussten Mittelstand. Sie will einen Staat, der für die Bürgerinnen und Bürger da ist – nicht umgekehrt. Dabei sind Eigenverantwortung und Subsidiarität zentrale Kernwerte.

Die Volkspartei will deshalb etwa im Gesundheitsbereich Anreize geben und bekennt sich zur Familie im traditionellen Sinn und akzeptiert gleichzeitig auch andere Lebensentwürfe. Zu ihren Kernwerten gehört auch das Bekenntnis für ein gemeinsames Europa. Wer für Europa ist, muss auch die Entwicklung an einer gemeinsamen Außen- und Verteidigungspolitik akzeptieren, ist Reinhold Mitterlehner überzeugt.

Partizipation fördern und fordern

Eines der zentralen Themen am Reformparteitag war die breite Öffnung der Partei und die Bejahung von zeitgemäßen Formen der Partizipation, stellt der Bundesparteiobmann klar: „Ja“ zur Mitbestimmung, „Ja“ zu Vorzugsstimmen, „Ja“ zum e-Voting – das sind für die Volkspartei zeitgemäße Merkmale von Partizipation, die im Zuge des Reformparteitags breit diskutiert werden sollen.

 

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Parteiobmann Reinhold Mitterlehner stellte das neue Grundsatzprogramm der ÖVp vor

 

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Die ÖVP sorgt für Bewegung

 

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Als Umweltsprecher der ÖVP gab NR Johann Höfinger einen kurzen Einblick zur aktuellen Umweltsituation

 

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Zahlreiche Gäste besuchten den 37. Bundesparteitag der ÖVP

 

Alle Informationen, Fotos und Videos, sowie das neue Grundsatzprogramm finden Sie auf der Seite des ÖVP-Klubs unter http://www.oevp.at/bpt15/37-Bundesparteitag.psp