Bei der Wirtschaftskammer-Wahl triumphiert der ÖVP-Wirtschaftsbund in allen neun Bundesländern, kann sogar in Wien die Absolute verteidigen und bundesweit eine Zwei-Drittelmehrheit halten.

Der SP-Wirtschaftsverband (SWV) verliert, die Grünen fühlen sich als Wahlgewinner, der RfW ebenso.

Bei der Wirtschaftskammer-Wahl 2015 hat der ÖVP-Wirtschaftsbund (WB) trotz Verlusten bundesweit genau eine Zwei-Drittelmehrheit erzielt. Laut vorläufigem Ergebnis errang der WB exakt 66,6 Prozent der Stimmen, um 4,3 Prozentpunkte weniger als 2010. WKÖ-Präsident Christoph Leitl hat sein Wahlziel - "alle Neune" - erreicht und alle neun Landeskammern gehalten.

Zweiter wurde der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband (SWV) mit 10,8 Prozent. Christoph Matznetter, Spitzenkandidat des SWV, fand das Ergebnis "nicht so erfreulich". Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) legte um rund einen Prozentpunkt auf 9,4 Prozent zu. RfW-Chef Matthias Krenn bedauert die hohe Zahl von Nichtwählern. Die Grüne Wirtschaft gewann mit +3,3 Prozentpunkten am stärksten dazu und erzielte 9,1 Prozent. Volker Plass von der Grünen Wirtschaft fühlt sich daher als "glücklicher Wahlsieger".

Niederösterreich

Der ÖVP-Wirtschaftsbund (WB) ist bei der Wirtschaftskammer-Wahl in Niederösterreich unter die Dreiviertelmehrheit gesunken, bleibt aber mit 72,87 Prozent der Stimmen klar die dominante Kraft.
Die UNOS (Unternehmerisches Österreich) erreichten bei ihrem Erstantritt 559 Stimmen bzw. 1,05 Prozent.
Die Wahlbeteiligung sank von 48,2 Prozent im Jahr 2010 auf 42,56 Prozent.
Insgesamt waren 93.683 Unternehmer wahlberechtigt. Gewählt wurden 95 Fachorganisationen in sieben Sparten. Bei der WK-Wahl 2015 in Niederösterreich waren insgesamt 1.244 Mandate zu vergeben. 14 wahlwerbende Gruppierungen waren angetreten.